Kategorie: Allgemein

  • 2010-2015

    HMG

    50 Jahre – Geschichte des HMG von 2010-2014

    2010:
    Im Jahr 2010 wurde die 60-minütige Mittagspause eingeführt. Außerdem gab es den ersten Austausch nach Polen (Gdansk) und den ersten nach Shanghai. Die Schüler hatten das Glück zu der Expo (Weltausstellung) in Shanghai zu gehen. Im Oktober hat das HMG mit dem 5.Sponsorenlauf 21.000 Euro eingenommen.

    2011:
    Das Jahr 2011 war ein Jahr voller toller Theaterprojekte!
    Die Musik–Theater–Tanzproduktion „Das Dschungelfieber“ wurde von den 5. bis 7. Klassen präsentiert. „House of Graus“ und „Mord an Bord“ wurde von der Klasse 8e präsentiert.
    „A Midsummer Night‘s Dream“ wurde von der Klasse 8f aufgeführt. Noch ein spannendes Stück namens „Mopfer“ wurde gespielt von der Klasse 7c.
    Es gab außerdem Lesungen in Englisch über Shakespeare.
    Außerdem wurde 2011 die IFS-Klasse eingeführt, die sich an Kinder richtet, die neu an unserer Schule sind und noch kein oder wenig Deutsch können.
    Der Förderverein hat für unsere Schule zudem einen neuen Computerraum eingerichtet mit 16 Arbeitsplätzen.

    2012:
    Im Jahr 2012 gab es viele Veränderungen.
    Es gab ein Sommerfest mit einer tollen Stimmung und einem hochkarätigen bunten Programm. Außerdem gab es den zweiten China–Austausch. Zudem wurde mit dem Neubau der Mensa begonnen.

    2013:
    Im Jahr 2013 hat das Kölner Dreigestirn unsere Schule besucht und an der Karnevalssitzung teilgenommen. Ebenfalls wurde die MTM-Klasse (Musik–Theater–Medien) eingerichtet für die Klassenstufen 7–9.
    Des Weiteren wurde der bilinguale Unterricht in Fächern wie Geschichte und Erdkunde ausgebaut. Schülerinnen und Schüler hatten nun die Möglichkeit, in diesen Fächern auf Englisch unterrichtet zu werden.

    2014:
    Im März bekam unsere Schule den offiziellen Namen „Schule ohne Rassismus🤝“.
    Außerdem gab es eine Gedenkfeier im PZ zum Flammenwerfer–Attentat in Volkhoven. Ebenfalls gab es eine Ausstellung im Foyer, worüber auch der WDR berichtete.

    Köln, Deutschland und die Welt

  • 1990-1995

    HMG

    Köln, Deutschland und die Welt

    Das Massaker von Srebrenica 1995

    Fach: Geschichte
    Name: Luis, Michael, Kagan, Mert, Ali und Mirac 

    Das Massaker von Srebrenica ist das wichtigste global politische Ereignis im Jahr 1995

    und brachte auch noch langfristige Folgen mit sich.

    Bei dem Massaker handelt es sich um einen Völkermord an über 8000 bosnisch-muslimischen Männern und Jungen durch serbische Truppen. Dies geschah unter der Führung des Generals Ratko Mladić.

    1. Historischer Kontext: Der Bosnienkrieg (1992–1995)

    • Nach dem Zerfall Jugoslawiens strebte Bosnien und Herzegowina 1992 die Unabhängigkeit an.
    • Der Vielvölkerstaat wurde zum Schauplatz eines ethnisch motivierten Bürgerkriegs.
    • Konfliktparteien:
      • Bosniaken (muslimisch) wollten einen unabhängigen, multiethnischen Staat.
      • Bosnische Serben lehnten dies ab und wollten sich an Serbien anschließen.
      • Bosnische Kroaten strebten ebenfalls Eigenstaatlichkeit oder Anschluss an Kroatien an.
    • Der Krieg war geprägt durch Belagerungen (z. B. Sarajevo), ethnische

    Säuberungen, Massaker und Vergewaltigungen.

    • Ca. 100.000 Tote und über 2 Millionen Vertriebene.

    2. Srebrenica und die Rolle der UNO

    • Die ostbosnische Stadt Srebrenica wurde 1993 von der UNO zur „sicheren Schutzzone“ erklärt.
    • Geschützt durch ca. 400 niederländische Blauhelme („Dutchbat“).
    • Über 40.000 Bosniaken, vor allem Frauen und Kinder, suchten dort Zuflucht.
    • Die UN-Schutztruppe war militärisch unzureichend ausgestattet und durfte nicht eingreifen.

    3. Das Massaker von Srebrenica – Juli 1995

    • Am 11. Juli 1995 eroberten Truppen der bosnischen Serben unter General Ratko Mladić die Stadt.
    • Frauen, Kinder und Ältere wurden in Bussen abtransportiert – meist unter Zwang.
    • Über 8.000 muslimische Männer und Jungen (zwischen 12 und 77 Jahren) wurden von serbischen Einheiten gefangen genommen.
    • Innerhalb weniger Tage wurden sie systematisch ermordet – durch Massenerschießungen.
    • Die Leichen wurden in Massengräbern versteckt. Später wurden viele exhumiert und forensisch identifiziert.

    4. Rechtliche Aufarbeitung und politische Folgen

    • Der Internationale Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) stufte das Verbrechen 2004 als Völkermord ein – erstmals für ein Verbrechen in Europa seit dem Holocaust.
    • Zahlreiche Beteiligte wurden verurteilt:
      • Ratko Mladić (Militärführer) – lebenslange Haftstrafe (2017)
      • Radovan Karadžić (Politischer Führer der bosnischen Serben) – lebenslange Haft (2019)
      • Weitere Verurteilungen von Offizieren und politischen Verantwortlichen
    • Kritik an der UNO: Die internationale Gemeinschaft konnte oder wollte die Zivilbevölkerung nicht schützen – dies führte zu grundlegender Reform der UN-Friedensmissionen.

     

    5. Erinnerung und Bedeutung heute

    • 11. Juli ist offizieller Gedenktag an das Massaker von Srebrenica.
    • In Potočari, nahe Srebrenica, entstand eine große Gedenkstätte mit Museum und Friedhof.
    • Bis heute werden Opfer durch DNA-Analysen identifiziert und beigesetzt.
    • In einigen Ländern (u. a. Serbien) ist die Anerkennung des Massakers als Völkermord umstritten – dies erschwert die Aufarbeitung.
    • Srebrenica steht heute als Mahnmal für die Gefahren von Nationalismus, Hasspropaganda und internationalem Versagen.

    6. Diskussionsfragen

    1. Warum konnte das Massaker trotz UN-Präsenz nicht verhindert werden?
    • Welche Lehren zieht die internationale Gemeinschaft daraus?
    • Wie kann Erinnerungspolitik zur Versöhnung beitragen?

    Quellen:

    1. International Criminal Tribunal for the former Yugoslavia (ICTY)
      1. Website: https://www.icty.org
      1. Urteile, Anklageschriften und Verfahrensunterlagen zu Mladić, Karadžić und weiteren Fällen
      1. Völkermord-Definition gemäß Artikel 4 des ICTY-Statuts
    • Vereinte Nationen / UN-Berichte
      • „The Fall of Srebrenica – Report of the Secretary-General pursuant to General Assembly resolution 53/35“ (A/54/549)
      • UN-Dokumentation zum Versagen der Friedensmission in Srebrenica
    • Memorial Center Srebrenica – Potočari
      • Offizielle Gedenkstätte, Museum und Archiv
      • Augenzeugenberichte, Opferlisten, forensische Dokumentationen
    • Human Rights Watch
      • Detaillierte Analysen und Berichte zum Srebrenica-Massaker und weiteren ethnischen Säuberungen
    • Bücher und Fachliteratur
      • Jan Willem Honig & Norbert Both: Srebrenica – Record of a War Crime
      • Ed Vulliamy: The War is Dead, Long Live the War: Bosnia – The Reckoning
      • Florence Hartmann: Peace and Punishment: The Secret Wars of Politics and International Justice
      • Xavier Bougarel u. a. (Hg.): The New Bosnian Mosaic: Identities, Memories and Moral Claims in a Post-War Society
    • ZDF / ARD / BBC-Dokumentationen
      • Zahlreiche Reportagen mit Zeitzeugen, Gerichtsberichten und Archivmaterial
      • Z. B. ARD-Doku: Srebrenica – Der Völkermord in Europa (2020)
  • 1985-1990

    HMG

    Köln, Deutschland und die Welt